Rosacea Behandlung mit Medikamenten vs. medikamentfreie Behandlung

Rosacea Behandlung mit Medikamenten vs. medikamentfreie Behandlung

Rosacea Behandlung mit Medikamenten vs. medikamentfreie Behandlung

Bei Diagnose Rosacea verschreibt jeder Dermatologe die eine oder die andere antibiotische Salbe, die der Betroffene zunächst auf eine unbestimmte Zeit verwenden muss. Bei extremen Formen, die übrigens gar nicht so selten vorkommen, wird sogar die orale Einnahme von Antibiotika verordnet. Doch ist es unbedingt notwendig? Kann vielleicht auf Rosacea Behandlung mit Medikamenten verzichtet werden? In diesem Artikel berichte ich dir von meiner persönlichen Erfahrung in Bezug auf das Verwenden von Rosacea Medikamenten.

Als erstes möchte ich, wie schon häufig betonen, dass ich keine Medizinerin bin und meine Empfehlungen in diesem Artikel allein auf meiner eigenen Erfahrung basieren. Die Trigger und Symptome der Rosacea sind sehr vielfältig. Es ist mir daher unmöglich, eine pauschale Empfehlung bzgl. einer medikamentfreien Behandlung bzw. Behandlung mit Medikamenten abzugeben. Vielmehr möchte ich dir eine Art Orientierung für deine Situation oder vielleicht dein nächstes Gespräch mit dem behandelnden Arzt geben.

Nun zurück zur eigentlichen Frage: Soll ich Rosacea Medikamente verwenden oder nicht? Meine eindeutige Antwort lautet: „Jein!“. Aber bevor du von dieser Wischiwaschi-Antwort enttäuscht bist und nicht weiterliest, möchte ich dir erklären, warum.

Argumente für eine Behandlung mit Medikamenten

1. Starke, lebenseinschränkende Symptomatik

Für die Einnahme der Medikamente bzw. die Verwendung von medizinischen Salben spricht aus meiner Sicht vor allem die Tatsache, dass Rosacea eine ernstzunehmende Erkrankung ist. Werden ihre Symptome nicht entsprechend und ausreichend behandelt, kann dies zu massiven physischen und psychischen Folgen führen.

Zudem habe ich bisher noch von keinem Fall gehört, in dem eine langfristige Verbesserung des Hautzustandes ohne vorherige medikamentöse Behandlung erzielt wurde.

2. Medikamente wirken schnell

Der weitere Vorteil der Behandlung mit Medikamenten ist die (zumindest im Vergleich) schnelle Wirkung. Bei der richtigen Salbe merkt man spätestens nach 5 Tagen eine Verbesserung. Bei einer systemischen Therapie ist die Verbesserung in der Regel noch schneller erkennbar.

Argumente gegen eine Behandlung mit Medikamenten

1. Nebenwirkungen von und Resistenz gegen Antibiotika

Gegen die Rosacea Behandlung mit Medikamenten spricht natürlich die langzeitliche Einnahme von Antibiotika, die nachgewiesenermaßen nicht gerade gut für den Organismus ist. Zum einen gibt es einige Nebenwirkungen, welche den Körper mehr oder weniger belasten. Zum anderen kann sich eine Gewöhnung einstellen, die eine Resistenz gegen das verwendete Antibiotikum mit sich bringt.

Extra Tipp: Um der Entwicklung einer Resistenz entgegen zu wirken, hatte mir eine Apothekerin geplante Pausen empfohlen. Zum Beispiel nachdem ich einen Tiegel Salbe aufgeraucht hatte, sollte ich etwas einen Monat lang keine Salbe verwenden.

2. Kostenfaktor

Je nachdem welche Salbe bzw. Tabletten du verwendest, können die Rosacea Medikamente schon mal zu einer teuren Angelegenheit werden. Und natürlich möchte jeder die zusätzlichen Ausgaben vermeiden.

3. Zeitfaktor

Für eine Rezept-Salbe oder Tabletten muss ein Hautarzt aufgesucht werden. Das kostet in der Regel Zeit.

Ich muss zugeben, dass die Zeit, die ich immer wieder beim Hautarzt verbracht habe, um meine Salbe zu bekommen, einer der Gründe war, die erheblich zur meiner Entscheidung beigetragen haben. Ich hasse es zwei Stunden in einem Wartezimmer für eine 5 Minuten Sache zu sitzen! Es ist für mich eine total vergeudete Zeit. Dazu kommt noch das ich zweimal zur Apotheke muss, weil meine Salbe immer angemischt wurde und erst später abgeholt werden konnte.

Meine Entscheidung gegen die Rosacea Behandlung mit Medikamenten

Nachdem ich nun mehr oder weniger objektiv die Gründe für bzw. gegen die medikamentöse Behandlung von Rosacea beleuchtet habe, möchte ich dir natürlich verraten, wie ich mich entschieden habe.

Ich verzichte seit ca. 3 Jahren auf medizinische Salben und Co. Und es geht mir mit dieser Entscheidung sehr gut!

Drei Jahre ohne Rosacea Medikamente.

Nachdem ich mehrere Jahre eine Metronidazol Salbe verwendet habe, musste ich auf eine Erythromycin Salbe umsteigen, weil der erste Wirkstoff bei mir nicht mehr geholfen hatte. Diese Erkenntnis kam mit einem Mega-Flush, bei dem ich eine Woche lang ein total geschwollenes Gesicht und Haut wie Saharawüste hatte. Die neue Salbe hat dann recht flott geholfen.

Nach ein, zwei Jahren hatte sich meine Haut stabilisiert. In dieser Zeit hatte ich zudem sehr viel über die richtige Pflege, Ernährung etc. gelernt und habe die für mich passenden Pflegeprodukte gefunden.

Da ich mit dem Zustand meiner Haut wirklich sehr zufrieden war, begann ich nach und nach auf die Salbe zu verzichten. Weil dies keine negativen Auswirkungen hatte, ließ ich die Salbe irgendwann komplett weg.

Seitdem achte ich sehr darauf, welche Pflege ich verwende, verzichte darauf, mein Gesicht mit Wasser oder gar mit irgendwelchen Schäumen oder Gelen zu waschen und passe auf meine Ernährung auf.

Stress ist bei mir wie bei vielen anderen auch der stärkste Trigger.  In bestimmten Situationen versuche ich deshalb seine Wirkung bewusst abzuschwächen, indem ich z.B. bewusst auf meine Atmung achte und mich damit wieder in eine entspanntere Lage bringe.

Ist Rosacea durch medikamentfreie Behandlung geheilt?

Nein, natürlich kann ich nicht behaupten, dass meine Rosacea komplett weg ist. Gegen die genetische Veranlagung zur Rosacea komme ich auch mit allen meinen Tricks nicht an. Ich kann allerdings sagen, dass ich in den letzten drei Jahren keine Flushs hatte! Die Symptome sind bei mir auf ein Minimum zurückgegangen und ich traue mich wieder auch ohne Makeup aus dem Haus.

Es gibt natürlich mal bessere mal schlechtere Tage. Insgesamt kann ich jedoch mit voller Überzeugung sagen, dass ich meine Entscheidung die Behandlung mit Medikamenten zu auszusetzen bis jetzt nicht bereut habe. Und ich habe absichtlich etwas länger mit dem Schreiben dieses Artikels gewartet, um dir von einem Langzeittest berichten zu können.

Ich hoffe, er wird dir helfen, die für dich richtige Entscheidung für oder gegen Behandlung mit Medikamenten zu treffen. Ich möchte allerdings nochmals betonen, dass ich dir zu keinem Abbruch der Medikamenten-Therapie bei einem instabilen Zustand der Haut empfehle. Erst wenn du glaubst, dass die Haut sich wieder im Gleichgewicht befindet, könntest du versuchen auf die Medikamente schrittweise zu verzichten. Und spätestens dann solltest du ganz genau deine Trigger kennen und wissen wie du mit deiner Haut umgehen musst.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

 

Fast geschafft!

Super! Jetzt nur noch deine E-Mail-Adresse bestätigen. Klicke bitte dafür auf den Link in der E-Mail, die ich dir gerade geschickt haben.