Diagnose Rosacea – Was nun?

Diagnose Rosacea – Was nun?

Diagnose Rosacea- Was nun?

Diagnose Rosacea. Jetzt gibt es für die andauernde Rötungen, Pusteln und Brennen auf der Haut endlich einen Namen. Doch was bedeutet diese Diagnose eigentlich. Was sollen die Betroffenen nun tun, um die lästigen Symptome loszuwerden.

Ist die Diagnose überhaupt richtig?

Rosacea wird von den meisten Hautärzten durch das bloße Anschauen diagnostiziert. Oft sind die Betroffenen verunsichert über die Vorgehensweise und zweifeln die Richtigkeit der Diagnose an. Doch diese ist nicht prinzipiell falsch, denn meist sind die Symptome von Rosacea recht offensichtlich, sodass die Diagnose ohne weitere Untersuchungen gestellt werden kann.

Da Rosacea Symptome allerdings auch auf einige weitere Hauterkrankungen hindeuten können, bitte deinen Arzt um einen Allergietest. Außerdem ist eine mikroskopische Untersuchung der Haut sinnvoll, um sie auf die höhere Anzahl der Demodex-Milben zu prüfen. Je nach Befund empfiehlt sich eine andere Rosacea Therapie, weshalb diese Untersuchung eine viel präzisere Auswahl geeigneter Medikamente erlaubt.

Um solche Erkrankungen wie z.B. Lupus ausschließen zu können, sollte zusätzlich ein Bluttest durchgeführt werden. Doch auch diesen bekommst du meistens nur auf explizite Nachfrage und solltest daher selbst aktiv werden.

Kann Rosacea wieder verschwinden?

Nein. In den allermeisten Fällen bleibt Rosacea nach dem erstmaligen Ausbruch in irgendeiner Form bestehen. Eine Heilung gibt es bis heute nicht. Nichtsdestotrotz kann die Erkrankung behandelt werden und ihre Symptome eindämmen oder sogar eliminiert werden.

Was tun bei Diagnose Rosacea?

Geeignete Therapie

Zunächst gilt es, eine für dich individuell geeignete Rosacea Therapie zu finden. Hauptsächlich wird mit äußerlich anzuwenden Salben behandelt. Die Wirkstoffe und deren Wirkung sind allerdings ganz unterschiedlich.

Abgesehen von Salben werden in einigen Fällen, vor allem bei sehr heftiger Symptomatik, orale Antibiotika verschrieben. Wenn schon beim ersten Arzttermin welche verschrieben wurden, ohne dass eine stark ausgeprägte Rosacea vorliegt, solltest du aus meiner Sicht die Notwendigkeit hinterfragen.

Meine persönliche Einstellung in Bezug auf die Behandlung von Rosacea mit Medikamenten unterscheidet sich von den Meinungen vieler meiner Bloggerkollegen. Diese basiert jedoch auf meinen eigenen Erfahrungen mit Rosacea, weshalb ich nach wie vor überzeugt davon bin, dass die Schulmedizin ein sinnvoller Partner ist.

Bei Ablagerungen und Gewebeverformungen kann eine Laserbehandlung durchgeführt werden. Bitte lasse diese nur von einem spezialisierten Arzt mit einer ausführlichen Beratung durchführen. Laserbehandlungen gegen Rötungen bringen meist allerdings nicht den gewünschten Erfolg

Trigger herausfinden

Ohne deine Trigger zu kennen, wird jegliche Therapie nur wenig Erfolg haben. Denn ohne die Trigger zu meiden, feuerst du deine Rosacea immer wieder aufs Neue an.

Durch die permanente Selbstbeobachtung und vielleicht sogar ein (Ernährungs-)tagebuch findest du mit der Zeit ganz sicher deine Auslöser heraus. Bitte beachte dabei aber Folgendes: TRIGGER SIND BEI JEDEM UNTERSCHIEDLICH und das heißt DU MUSST NICHT ALLES MEIDEN!

Sehr häufig ist Stress der Auslöser von Rosacea und du musst lernen, mit Hilfe von Stressbewältigungsstrategien mit Stress gesund umzugehen. Aber auch Wind, Wetter, körperliche Anstrengung oder Ernährung KÖNNEN Trigger sein. Während die einen zum Beispiel auf scharfe Gerichte reagieren, ist für andere histaminarme Ernährung bei Rosacea sinnvoll.

Pflege anpassen

Rosacea Haut ist sehr sensibel und spezielle Anforderungen an die Pflege. Deshalb solltest du nach deiner Diagnose schauen, ob deine Pflegeprodukte wirklich für Rosacea Haut geeignet sind.

Auch hierbei gibt es nicht DIE Empfehlung. Jeder Betroffene muss das richtige für sich finden. Von meiner Seite aus kann ich dir die Produkte von La Roche-Posay (Toleriane) und von Dr. Jetske Ultee empfehlen.

Doch nicht nur die Pflegeprodukte selbst, sondern auch die generelle Pflegeroutine muss hinterfragt werden. Ist z.B. die Reinigung schonend, aber intesiv genug. Oder gibt es in deiner Routine vielleicht Hygieneschwachstellen, welche die Entzündungen auf der Haut begünstigen.

Außerdem ist Sonnenschutz ein wichtiger Teil von Rosacea Pflege und sollte auch bei schwacher Reaktion täglich aufgetragen werden.

Nun hoffe ich, dass deine anfängliche Panik und Unsicherheit nach der Diagnose Rosacea etwas abgeflacht sind. Keine Sorge ich kann sie sehr gut verstehen und nachvollziehen, mir ging es anfangs auch nicht anders. Aber Schritt für Schritt lernst du deine Rosacea besser zu verstehen und mit ihr umzugehen. Einige wichtige Fakten über Rosacea habe ich für dich zusammengefasst. Scheue dich nicht davor, deinen Hautarzt einmal mehr zu fragen, es gibt keine dummen Fragen! Und wenn du dir einen Austausch mit anderen Betroffenen wünschst, dann komme gerne in meine Facebookgruppe “Rosacea – Hilfe zur Selbsthilfe“.

Checkliste für die Zeit nach der Rosacea Diagnose

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