Rhinophym

Rhinophym (aus dem griechischen „Geschwür, Gewächs“) sind Wucherungen an der Nase, die auf eine Hypertrophie der Talgdrüsen und eine Fibrose des umgebenden Bindegewebes zurückzuführen sind. Im Volksmund oft Knollennase oder Säufernase genannt, hat die Veränderung der Nase nichts mit dem übermäßigen Alkoholkonsum zu tun. Oft ist Rhinophym ein Symptom der Rosacea und tritt fast ausschließlich bei älteren Männern auf.

Insgesamt unterscheidet man drei verschiedene Formen des Rhinophyms:

  • Glanduläre Form: Diese Form kommt vor allem mit einer Erweiterung der Talgdrüsen und einer hohen Talgproduktion (Seborrhoe) daher. Dabei ist die Nase sehr unregelmäßig vergrößert.
  • Fibröse Form: Hierbei findet hauptsächlich ein Vermehrung des Bindegewebes statt.
  • Fibroangiomatöse Form: Neben der Bindegewebsvermehrung treten Gefäßerweiterungen (Angiektasien) und Entzündungen auf. Die Nase erscheint oft kupfer- bis dunkelrot und ist meist mit vielen Pusteln und Pappeln überzogen. Außer der Nase können in seltenen Fällen auch andere Bereiche wie Kinn (Gnathophym), Stirn (Metophym) oder sogar Ohrmuscheln (Otophym) betroffen sein.

Zur Behandlung eines Rhinophyms bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, die in der Regel kombiniert zum Einsatz kommen. Die äußerlichen und innerlichen Behandlungsmöglichkeiten gehen meistens einer Rhinophym-Operation voraus. Sie haben zum Ziel, die Talgdrüsen zu verkleinern und damit die Operation zu erleichtern. Die Behandlung des eigentlich harmlosen Rhinophyms kann sich manchmal sehr langwierig gestalten.

Behandlung

Operation: Die starke Veränderung der Nase können meist nur durch eine Operation (Dekortikation) zumindest in einem gewissen Maße rückgängig gemacht werden. Dabei wird mit einem Skalpell, einer Fräse oder einem Laser das gesamte überschüssige Gewebe abgetragen. Die Behandlung erfolgt unter örtlicher Betäubung oder unter Vollnarkose. Der Heilungsprozess ist meist sehr langwierig. Blutungen, Infektionen oder Wundheilungsstörungen sowie Narbenbildung gehören zu den Risikofaktoren.

Zusätzlich zu OP’s wird das Rhinophym äußerlich mit Medikamenten wie Azelainsäure (Schälmittel) oder dem Bakterien-abtötenden Medikament (Antibiotikum) Metronidazol behandelt. Alternativ werden auch Erythromyzin, Clindamyzin oder Tetrazyklin eingewandt. Diese Antibiotika können wie auch Präparate mit Schwefel die Beschwerden lindern.