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Rosacea Ernährung – Gibt es eine spezielle Rosacea Diät?

Rosacea Ernährung – Gibt es eine spezielle Rosacea Diät?

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Ernährung spielt bei Rosacea genauso eine Rolle wie andere bekannte Trigger wie zum Beispiel Stress, Pflege und Pflegeprodukte. Doch warum genau wirkt sich unsere Ernährungsweise auf die Symptome von Rosacea? Und gibt es eine spezielle Rosacea Diät?

Warum ist Ernährung relevant bei Rosacea?

Ernährung ist ein wichtiger Teil von ganzheitlicher Rosacea-Therapie. Genauso wie Medikamente, Pflegeroutine und generelle Verhaltensmuster in unserem Alltag trägt sie zur Heilung bzw. Verschlimmerung von Rosacea bei.

In erster Linie geht es hierbei darum, dass einige Lebensmittel die Eigenschaften besitzen, welche die Rosacea-Symptome verstärken können. Zum einen können sie Entzündungen im Organismus begünstigen und zum anderen Blutgefäße erweitern. Jede dieser Eigenschaften ist wenig hilfreich, vielmehr hinderlich für die Heilung der Rosacea.

Andererseits unterstützen manche Lebensmittel zum Beispiel durch ihre antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung den Organismus im Kapmf gegen Rosacea.

Ernährung soll aber keineswegs als DAS Heilmittel bei Rosacea verstanden werden. Ohne richtige Medikamenten-Therapie und ohne richtige Pflegeprodukte ist es in der Regel kaum möglich eine Symptomfreiheit zu erreichen. Die bewusste, angepasste Ernährung kann vor allem zur langfristigen Verbesserung des Hautzustandes beitragen.

Gibt es eine Rosacea Diät?

Rosacea ist eine tükische Erkrankung. Es gibt nicht nur vier verschiede Stadien, in den sich ein Patient befinden kann, sondern noch einige Sonderformen. Diese unterscheiden sich nach Schweregrad und Symptomatik teilweise sehr voneinander. Abgesehen davon sind die Trigger bzw. Triggerkombinationen äußerst individuell, weshalb es praktisch unmöglich ist, eine pauschal gültige Rosacea Diät zu entwickeln.

Jeder Betroffene sollte daher selbst rausfinden, ob überhaupt und wenn ja, welche Ernährungs-Trigger bei ihm relevant sind und diese meiden. Ein Ernährunstagebuch ist dabei wirklich hilfreich.

Rosacea Ernährungsplan

Eine für alle heilende Rosacea Diät gibt es also nicht. Wie immer gilt es seinen eigenen Körper zu beobachten und für sich persönlich rauszufinden, was einem gut tut oder eben nicht. Einen „Rosacea Ernährungsplan“ möchte ich dir aber dennoch an die Hand geben. Dieser soll nicht als Liste mit Verboten verstanden werden, sondern dich darauf aufmerksam machen, was an deiner Ernährung die Rosacea Symptome auslösen bzw. verstärken kann. Er sollte dir also lediglich Impulse für die Selbstrecherche geben.

1. Nicht zu scharf

Scharfes Essen öffnet die Blutgefäße und sorgt dadurch für stärkere Durchblutung in unserem Körper. Da die Haut bei Rosacea schon sowieso zu stark durchblutet ist, ist die Schärfe also eher kontraproduktiv, weil sie die Rötungen verstärkt. Außerdem reizt scharfes Essen den Magen, was sich unmittelbar auf der Haut widerspiegelt.

2. Nicht zu heiß

Auch zu heißes essen, insbesondere Tees oder Suppen verstärken die Durchblutung und sind bei Rosacea nicht zu empfehlen. Warme oder lauwarme Gerichte lassen sich bei Rosacea deshalb besser genießen. Sie sind zudem allgemein bekömmlicher für den Magen.

3. Kein Alkohol

Auch wenn Alkohol nicht wie viele Glauben die Ursache von Rosacea ist, kann er bei Betroffenen einen Flush oder sogar einen Krankheitsschub auslösen. Grund: Beim Genuss von Alkohol erweitern sich die Blutgefäße. Die insbesondere im Rotwein in hoher Anzahl enthaltenen Flavonoide haben eine gefäßrelaxierende Wirkung. Schnäpse lösen im Vergleich weniger häufig bzw. weniger starke Reaktionen aus. Das Beste für Rosacea-Patienten ist es aber in jedem Fall auf den Alkohol komplett zu verzichten.

4. Kein Industriezucker

Übermäßiger Konsum von Industriezucker kann für ein entzündliches Umfeld im Darm sorgen und die Bakterien dort aus dem Gleichgewicht bringen. Er sorgt zudem für schnellen und bei ständiger Zufuhr dauerhaft hohen Insulinspiegel, der Entzündungen im ganzen Körper begünstigt. Da bei Rosacea ebenfalls Entzündungsprozesse auf der Haut stattfinden, können diese durch Industriezucker provoziert oder verstärkt werden.

5. Kein Weißmehl

Weißmehl wird im Körper schnell in Energie, also Zucker umgewandelt. Diese wird bei unserer westlichen Lebensweise meist nicht verbraucht. Zu viel Zucker im Blut fördert wie schon oben beschrieben die Entzündungsprozesse im ganzen Körper. Außerdem wird in den letzten Jahren das Gluten im Weißmehl als Entzündungsverursacher verunglimpft. Ob du aber tatsächlich eine Glutenunverträglchkeit hast, lässt sich mit einem Test beim Arzt feststellen.

6. Keine Milch

Besonders in 2019 wurde viel über die Milch diskutiert. Die einen sagen, sie sei gesund und wichtig zum Beispiel für unsere Knochen. Die anderen halten die Milch für ungesund und schädlich für den Organismus eines Erwachsenen. Fakt ist allerdings, dass Milch Entzündungen hervorrufen kann und ist für manche Rosacea-Betroffene daher nicht empfehlenswert.

7. Histaminarme Lebensmittel

Histamin ist ein körpereigener Botenstoff, der vom Körper aus der Aminosäure Histidin gebildet wird. Histamin hat viele wichtige Funktionen im Organismus. Dabei verfügt jeder Körper über eine individuelle Aufnahmegrenze. Ist diese überschritten, reagiert er mit vielen unterschiedlichen Symptomen, die einer Allergie ähneln. Unter anderem werden Rosacea Rötungen durch Erweiterung der Blutgefäße verstärkt. Bei Histaminintolleranz, die durch einen Test beim Arzt festgestellt wird, hilft ein Antihistaminikum. Histaminarme Ernährung kann die Rötungen ebenfalls minimieren. Welche Lebensmittel besonders viel Histamin enthalten, kannst du z.B. in meiner Histamintabelle nachschlagen.

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8. Keine Fertiggerichte

In Fertiggerichten sind oft Geschmacksverstärker, Zucker und Konservierungsstoffe enthalten. Alle können für Entzündungen im gesamten Organismus verantwortlich sein. Deshalb sind sie keine gute Wahl bei Rosacea.

9. Basische Ernährung

In einem übersäuerten Organismus finden ebenfalls viele Entzündungsprozesse statt. Es ist daher auch bei Rosacea wichtig seine Säure-Basen-Balance zu halten. Basische Lebensmittel, also welche im Körper zu Basen verstoffwechselt werden, neutralisieren den Säureüberschuss. Dies sind zum Beispiel Kartoffeln, Pilze oder ein basischer Tee.

10. Entzündungshemmende Tees

Entzündungshemmende Tees sind insbesondere dann gut, wenn du noch nicht genau weiß, was deine Rosacea verschlimmert. Sie helfen die Entzündungen im Magen und Darm zu „löschen“ und damit indirekt auch die Entzündungen im ganzen Körper. Ein Tasse am Tag kann schon vieles bewirken.

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Tatjana

Tatjana

Rosacea-Betroffene. Hatte vermutlich schon mit 16 Jahren die ersten Symptome. Seit mehreren Jahren erscheinungsfrei.

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