Große Poren bei Rosacea – So wird dein Hautbild wieder ebenmäßiger

Große Poren bei Rosacea - Nase und Wangen

Große Poren gehören zum Hautbild vieler Rosacea Patienten. Die Erklärung dafür ist recht simpel und logisch. Wenn du sie kennst, weißt du, wie du deine großen Poren verkleinern kannst.

Was sind Poren?

Poren sind Ausführungsgänge der Talgdrüsen und jeder Mensch hat Hautporen. Sie haben ganz wichtige Funktionen. So wachsen z.B. unsere Haare aus den Poren. Durch sie wird zudem der Talg aus den an der Haarwurzel sitzenden Talgdrüsen an die Hautoberfläche transportiert. Dieser bildet einen wichtigen Schutzmantel für die Haut. Andere Poren regeln den Schweißtransport und sind somit zuständig für die Wärmeregulation des Körpers.

Warum bekommt man große Poren bei Rosacea?

Große Poren können zum einen genetisch bedingt sein. Zum anderen entstehen sie, wenn Kollagen- und elastische Fasern des Bindegewebes erschlaffen oder zu viel Talg die Pore verstopft.

Das Bindegewebe, der Stützapparat der Pore verliert mit steigendem Alter oder auf Grund von Umweltschädigungen z.B. durch UV-Strahlung, Rauchen oder ungesunde Ernährung an Elastizität. Dadurch ist er nicht mehr in der Lage, die Pore beim Zusammenziehen zu unterstützen, und sie wird immer größer.

Entzündungen beinträchtigen ebenfalls die Elastizität des Bindegewebes und die Entstehung von großen Poren. Da bei Rosacea viele Entzündungsprozesse und eben auch auf der Haut stattfinden, sind große Poren insbesondere bei schwereren Formen von Rosacea typisch.

Ebenfalls ist es inzwischen bekannt, dass bei Rosacea die Talgproduktion gestört ist. Die Talgdrüsen produzieren zu viel Talg (Seborrhö), der in der Regel nicht schnell genug abfließen kann. Es kommt zu Verstopfung der Pore. Je größer der „Talgklumpen“ desto mehr weitet sich die Pore. Bleibt sie über längere Zeit verschlossen, kann sie sich immer schlechter wieder zusammenziehen.

Überproduktion des Talges kann allerdigs auch durch eine hormonelle Umstellung in der Pubertät, während einer Schwangerschaft oder Wechseljahren provoziert werden.

Gründe für große Poren:

  • Genetische Veranlagung
  • Alter
  • Umwelteinflüsse (Rauchen, Sonnenenstrahlung, ungesunder Lebensstil)
  • Talgüberproduktion (Seborrhö)
  • Zusammensetzung des Talgs
  • Hormonelle Umstellung / Hormonhaushalt

Können große Poren wieder kleiner werden?

Sind die großen Poren genetisch bedingt, lassen sie sich leider kaum verkleinern. Hält man sich an die folgenden Tipps kann allerdings weitere Vergrößerung aufhalten werden.

Um das Hautbild zu verfeinern solltest du vor allem die Elastizität deines Bindegewebes fördern und es schützen. So können die Poren nach der richtigen Reinigung, die essentiell für den Erfolg ist, besser schrumpfen.

Antientzündliche Wirkstoffe in Pflege- und Kosmetikprodukten helfen die Entzündungen zu stoppen oder zumindest zu minimieren. Parallel sollte die Talgproduktion reguliert werden. Je nach Befund, reicht hierbei eine darauf abgestimmte Pflegeroutine oder es wird eine ärztlich begleitete Therapie benötigt.

Diese Wirkstoffe in Kosmetika helfen gegen große Poren

Niacinamid

Der Star unter den Inhaltsstoffen. Ein B3 Vitamin wirkt entzündungshemmend, beruhigend und feuchtigkeitsspendend. Es reguliert die Talgproduktion und lässt die Haut weniger nachfetten. Rötungen und Pickelmale verblassen. Niacinamid regt die Ceramid- und Kollagenproduktion an, was die Hautbarriere und das Bindegewebe stärkt. Als starker Radikalfänger schützt es sogar vor Belastungen durch den Feinstaub.

Niaciamid ist wasserlöslich und ist deshalb hervorragend in Seren, Gesichtswassern oder Feuchtigkeitscremes, z.B. in dem Moisturizer von Dr. Jetske Ultee* oder der Creme von CeraVe*. Auf Grund seiner hohen Verträglichkeit ist dieser Wirkstoff super für Rosacea-Haut sowohl bei trockener als auch fettiger Haut.

Bezeichnungen: Niacin, Niacinamid, Nicotinamid, Nicotinamidsäure, Vitamin B3

Retinol

Vitamin A Abkömmling ist ein Antioxidans, das einer Hautzelle sagt, sie solle sich als eine junge, gesunde Zelle verhalten. Es stimuliert die Kollagenproduktion und wirkt talgregulierend. Im Vergleich zu Niacinamid ist Retinol aber weniger verträglich und kann für Rötungen und schuppige Haut sorgen. Deshalb sollte es in niedriger Dosierung über längeren Zeitraum genutzt werden, um die Haut daran zu gewöhnen. Bei starken Reaktion sollte Retinol nicht weiter verwendet werden.

Retinol ist sehr instabil und sollte nur in licht- und luftundurchlässigen Behältern gekauft werden, da er keine Wirkung mehr hat. Sonnenschutz ist nach Verwendung von Retinol ein Muss.

Da es außerdem fruchtschädigend ist, solltest du auf Produkte mit Retinol in der Scchwangerschaft verzichten. Solltest du eine Vitamin A-Therapie mit verschreibungspflichtigem Tretinoin bzw. Isotretinoin in Betracht ziehen, muss dir klar sein, dass die Nebenwirkungen sehr stark sein können und eine Schwangerschaft für 2 Jahre nicht in Frage kommt.

Bezeichnungen: Retinol, Retinolacetat, Retinylpalmitat, Retinylaldehyd, Retinal, Retinaldehyd

Azelainsäure

Die Azelainsäure gehört zu den üblichen Wirkstoffen, die bei Rosacea verschrieben werden, z.B. in Skinoren. Sie wirkt entzündungshemmend, talgregulierend und antioxidativ. Außerdem hellt sie Pickelmale und Pigmentflecken auf. Darüber hinaus hat sie eine leichte exfolierende Wirkung und trägt abgestorbene Hautschüppchen sanft ab.

Im Vergleich zu verschreibungspflichtigen Produkten enthalten normale Pflegeprodukte, z.B. Azelaic Acid Serum von Dr. Jetske Ultee* oder Azelaic Acid Booster von Paula’s Choice, meist eine viel niedriger dosierte Anzelainsäure (max.10%), was diese verträglicher macht.  Auch bei niedriger Dosierung sollte nach Anwendung Sonnenschutz aufgetragen werden.

Bezeichnung: Potassium Azeloyl Diglycinate, Azelaic Acid

Salycilsäure

Sogenannte beta-Hydroxysäure (BHA) wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Insbesondere als Exfoliant-Peeling* dringt sie tief in die Poren und fördert dort die Ablösung von Hornzellen. Sie reinigt also die Poren. Gleichzeitig wirkt sie wachstumshemmend auf bestimmte Bakterien.

Bezeichnung: Salicylic Acid, 2-Hydroxybenzoesäure, artho-Hydroxybenzoesäure, Spirsäure, Spiroylsäure

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Zinc PCA

Zinc PCA ist antibakteriell, talgregulierend und feuchtigkeitsbindenden. Es schützt vor Abbau von Kollagen durch UV-Strahlen. Es vereint die positiven Wirkungen des Zinks mit dem Feuchtigkeit-spendenden Effekt des PCA. Zink-Ionen wirken adstringierend, ziehen also vergrößerte Poren zusammen, und beeinflussen die Talgproduktion. Zinc PCA wird in Cremes, Fluids, Gesichtswasser eingesetzt.

Bezeichnung: Zinc PCA, Zinc Sulfate

Antioxidantien (Vitamine C und E, Ectoin u.ä.)

Antioxidantien neutralisieren freie Radikale, die das Bindegewebe schlaff machen. Sie verhindern zudem das Verdicken und Verdunkeln des Talgfettes.

Beruhigende und Entzündungshemmende Inhaltsstoffe

Aloe Vera, Hamamelis, Hopfenextrat, Allantoin, Sabolol, Panthenol, Kamille, Süßholzwurzel, Magnolienextrakt.

10 Tipps gegen große Poren

  1. Keine Ölhaltige Reinigungs- und Pflegeprodukte verwenden
  2. Gründliche Reinigung (höchstens aber 2 Mal am Tag! Zu stark gereinigte Haut kompensiert mit verstärkter Talgproduktion)
  3. Ab und zu BHA oder Enzympeelings verwenden
  4. Immer Sonnenschutz tragen
  5. Gesunden Lebensstil pflegen
  6. Nahrungsmittel mit hohem Zuckergehalt meiden
  7. Nichtkomedogene Kosmetik verwenden
  8. Bloating Paper zum Aufnehmen des überschüssigen Hautfettes verwenden
  9. Dampfbäder (wenn verträglich) oder Ionenreiniger zum Ausreinigen der Poren
  10. Klärende Masken mit Heilerde

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